Krieg in der Ukraine: Ein Monat in sechs Charts

Ende letzter Woche war der Einmarsch Russlands in die Ukraine einen Monat her. Hier zeigen wir die Auswirkungen auf die Finanzmärkte

Sunniva Kolostyak 28.03.2022
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Ukraine flag

Es war ein düsterer Tag für Europa. Vor einem Monat, am 24. Februar marschierte Russland in die Ukraine ein. Seither flohen mehr als 3,5 Millionen Menschen aus der Ukraine und Tausende wurden getötet. In diesem Artikel wollen wir einen Blick auf die Auswirkungen werfen, die der Krieg auf die Finanzmärkte hat.

In Verlauf dieses einen Monats hat sich viel verändert: Finanzsanktionen wurden verhängt, Fonds und Indizes trennten sich von russischen Vermögenswerten und einige Länder investierten wieder mehr in grüne Energie, um ihre Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu verringern. Erst vor wenigen Tagen kündigten Zigarettenhersteller an, dass sie ihren Betrieb einstellen, ihre Pläne zurückschrauben und Vermögenswerte an Dritte übertragen wollen.

Was hat sich geändert? Hier finden Sie Einzelheiten.

 

Rohölpreise schossen in die Höhe

Die Preise für Energie und Rohstoffe wie Öl und Gas gingen durch die Decke. Der Preis für Rohöl stieg insgesamt um fast 30% - auch wenn darin jede Menge Volatilität steckt.

 

Russische ETFs fallen auf Null

In Russland investierende börsengehandelte Fonds, wie der iShares MSCI Russia ETF verließen die Börse und sind praktisch wertlos.

 

Währungsvolatilität

Als der Konflikt begann, verhängten westliche Länder Sanktionen gegen Russland und der Rubel fiel um etwa 30% im Vergleich zum US-Dollar. Inzwischen hat sich die russische Währung jedoch wieder erholt.

 

Europa stark betroffen

Wegen seiner geografischen Nähe und seiner Abhängigkeit von russischer Energie wurde Europa stärker getroffen als die USA. Allerdings hat der europäische Index fast wieder sein Vorkriegsniveau erreicht.

 

Saubere Energie im Aufwind

Letzten Monat variierte die Rentabilität der verschiedenen Sektoren massiv. Wenig überraschend schnitten alternative Energien besser ab als andere – der S&P Global Clean Energy Index etwa legte mehr als 20% zu. Der MSCI World/Consumer Staples Index andererseits zeigte, dass defensive Aktien weitgehend unverändert blieben.

 

Anstieg des Weizenpreises

Außerdem hat der Krieg in der Ukraine enorme Auswirkungen auf die Preise von Agrarrohstoffen. Die Ukraine ist ein wichtiger Exporteur von Weizen und der Morningstar Global Agriculture Inputs Index stieg seit Ende Februar um 20%.

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Über den Autor

Sunniva Kolostyak  is a data journalist at Morningst