Adyen schwächelt in den USA, stolpert an der Börse

Die Ergebnisse liegen unter den Erwartungen der Analysten. Die Aktie brach rund 20% ein. Der Handel an der Amsterdamer Börse wurde ausgesetzt. 

Jocelyn Jovène 17.08.2023
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Adyen's Halbjahresergebnisse enttäuschen: Das Unternehmen meldete für die ersten sechs Monate des Jahres einen stabilen Nettogewinn von 282 Mio. Euro, was auf unterschiedliche Entwicklungen beim Nettoumsatz (+21% auf 739 Mio. Euro) und beim operativen Ergebnis (-16% auf 279 Mio. Euro) zurückzuführen ist.

In einem Brief an die Aktionäre erklärte die Unternehmensleitung, dass "in einigen Bereichen das Geschäft weniger stark gewachsen ist als erwartet". Das Management führte aus, dass der Nettoumsatz in Nordamerika im Jahresvergleich um 23% gestiegen sei, nach einem Anstieg von 52% im ersten Halbjahr 2022, während das digitale Geschäft ("Digital volumes") ebenfalls um 23% gewachsen sei (nach +55% im ersten Halbjahr 2022).

Das Unternehmen führt auch Schwierigkeiten bei der Rekrutierung an. Man hätte das Team gerne schneller vergrößert, aber war nicht in der Lage, genügend hochkarätige Talente einzustellen. "Wir sehen jetzt die Auswirkungen einer Vertriebs-Teamgröße, die unseren Ambitionen nicht entsprach, insbesondere in Nordamerika", heißt es in dem Brief. 

An der Amsterdamer Börse wurde der Handel der Aktie am Donnerstagmorgen ausgesetzt.

Das Unternehmen hatte vor dieser Veröffentlichung eine Marktkapitalisierung von fast 46 Milliarden Euro und einen laut Konsens prognostizierten Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

In einem am Donnerstagmorgen veröffentlichten Kommentar verweisen Analysten von Jefferies auf Ergebnisse, die hinter den Markterwartungen zurückblieben. Sie bemängeln insbesondere ein EBITDA, das um 13 % unter dem Konsens liegt, trotz weniger Neueinstellungen. 

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Über den Autor

Jocelyn Jovène

Jocelyn Jovène  Jocelyn Jovène ist Redakteur für Morningstar in Frankreich