Alphabet steigert Umsatz und hat die Kosten unter Kontrolle

Nach Vorlage der guten Zahlen zum zweiten Quartal nähert sich die Aktie ihrem fairen Wert. Anleger sollten eine breitere Sicherheitsmarge vor einem Einstieg abwarten

Ali Mogharabi 02.08.2019
Facebook Twitter LinkedIn

 

Der erneute Anstieg des Umsatzwachstums von Alphabet geht in erster Linie auf den starken Werbe- und Cloud-Umsatz zurück und auch auf die damit einhergehende Stabilisierung der Kosten zurück, die zur Steigerung des Traffics anfallen. Insgesamt lagen Umsatz und Gewinn über den Konsenserwartungen für das zweite Quartal.

 

Im zweiten Quartal wies Alphabet einen Gesamtumsatz von 38,9 Mrd. USD aus. Dies entspricht einer Steigerung um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist eine Verbesserung gegenüber den 17 Prozent des Vorquartals. Laut Unternehmen war dieses Wachstum vor allem in der Erholung des Werbeumsatzes und der weiteren Stärkung in der Cloud begründet. Obwohl die Kosten für die Steigerung des Traffics in Prozent vom Werbeumsatz unter denen des letzten Jahres lagen, drückte die andauernde Zunahme der Contentbeschaffung von YouTube die Bruttomarge um 190 Basispunkte auf 55,6 Prozent. Da die F&E-Investitionen in Prozent vom Umsatz im Jahresvergleich leicht höher ausfielen, betrug die Betriebsmarge von Alphabet 23,6 Prozent bzw. ca. 55 Basispunkte weniger als im Vorjahresquartal.

 

Alphabet ist sicherlich weiterhin der dominante Anbieter im Bereich der Online-Werbung und kommt zugleich auf dem Cloud-Markt voran. Wir haben nur leichte Änderungen an unserem Modell vorgenommen und halten an unserer Fair-Value-Schätzung von 1.300 USD pro Aktie fest. Wir vergeben dem Unternehmen weiter ein Wide Moat Rating.

 

Die Aktie machte nach der Veröffentlichung der Zweitquartalsergebnisse einen Sprung  und hat sich bei einem Kurs von rund 1.212 US-Dollar unserer Fair-Value-Schätzung angenähert. Wie auch beim Wettbewerber Facebook sehen wir allerdings mehrere regulatorische Risiken, die das Aufwärtspotenzial von Alphabet begrenzen könnten. Seit der Titel Anfang Juni in den 4-Sterne-Bereich vorstieß, hat er um mehr als 9 Prozent zugelegt und notiert nun im 3-Sterne-Bereich.

 

Wir würden dazu raten, vor einer Anlage in diese Aktie angesichts des hohen Unsicherheits-Ratings eine etwas größere Sicherheitsmarge abzuwarten.

 

DISCLAIMER  

Die hierin enthaltenen Informationen, Daten, Analysen und Meinungen stellen keine Anlageberatung dar und sind insbesondere nicht auf die Prüfung der persönlichen Umstände eines Anlegers gestützt. Sie werden ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt und sind daher kein Angebot zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit übernommen. Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gültig und können ohne Vorankündigung geändert werden. Vorbehaltlich anderslautender gesetzlicher Bestimmungen ist Morningstar nicht verantwortlich für Handelsentscheidungen, Schäden oder sonstige Verluste, die sich aus oder im Zusammenhang mit den Informationen, Daten, Analysen oder Meinungen oder deren Verwendung ergeben. Die hierin enthaltenen Informationen sind Eigentum von Morningstar und dürfen vorbehaltlich von Handlungen, die nach UrhG gestattet sind, ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Morningstar weder ganz noch teilweise vervielfältigt oder in irgendeiner Weise verwendet werden. Investment-Research wird von Tochtergesellschaften der Morningstar, Inc. erstellt und herausgegeben, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, Morningstar Research Services LLC, die bei der U.S. Securities and Exchange Commission registriert ist und von dieser reguliert wird. Um Nachdrucke zu bestellen, rufen Sie uns an unter +1 312-696-6100. Um die Analysen zu lizenzieren, rufen Sie die Nummer +1 312-696-6869 an

Wichtige Hinweise: Analysten von Morningstar müssen sich in ihrem Verhalten an den Ethikkodex, die Richtlinie für Wertpapierhandel und Offenlegung und die Richtlinie zur Integrität von Investment-Research von Morningstar halten. Nähere Informationen zu Interessenkonflikten erhalten Sie hier.

 

Facebook Twitter LinkedIn

Über den Autor

Ali Mogharabi  ist Aktienanalyst bei Morningstar